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Textilfarben

Textilfarben - bunt und ungesund?

RYMHART-Wolle ist natürlich gefärbt. Die Wollgarne, aus denen wir unsere Produkte stricken, sind frei von Azofarbstoffen. Azofarbstoffe enthalten chemische Verbindungen, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Unschön für den Träger, vor allem aber für die Menschen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Textilien zu färben.

RYMHART kommt von der Elbe, ein Fluss in dem gebadet und gefischt wird.

Für uns inzwischen normal, auch wenn das vor 30 Jahren noch anders war.
Damals war die Elbe einer der schmutzigsten Flüsse Europas. Industrielle Abwässer wurden teils ungeklärt hineingeleitet - inzwischen dank EU-Richtlinien in Europa undenkbar.

Auch viele Azofarben sind in Europa inzwischen verboten, der Großteil unserer Bekleidung wird allerdings bekanntlich in Asien gefertigt.

Der Fluss als Lebensader - europäischer Luxus?

In anderen Teilen der Welt ist es also noch immer ganz normal, dass man in einem Fluss nicht baden oder fischen kann - besonders in Ländern wie Bangladesch oder China, die mit ihrer Textilproduktion die ganze Welt beliefern.

Wir Europäer haben unsere Umweltprobleme nicht nur auf die andere Seite des Globus ausgelagert, wir haben unser Konsumvolumen in den vergangenen zwei Dekaden auch noch deutlich gesteigert.

Allein zwischen 2000 und 2015 hat sich der globale Textilkonsum verdoppelt - in dieser Zeit sind zumindest in Deutschland die Haushaltsausgaben für Bekleidung allerdings kaum gestiegen!

Informationsfreiheit nutzen

Natürlich ist es nicht jedem möglich, sich und die Familie ausschließlich aus lokaler und ökologisch rundum unbedenklicher Produktion einzukleiden - das ist aus den verschiedensten Gründen eine Utopie.

Aber wir alle haben freien Zugang zu einer Flut von Informationen, wir können unser Bewusstsein schärfen, nachfragen, auswählen.

Die verstärkte Medienberichterstattung über menschen- und umweltfeindliche Textilproduktion begrüßen wir sehr.
Noch immer denken zu wenige Konsumenten über die Herkunft und Entstehung der Waren nach, über deren günstigen Kaufpreis sie sich so freuen.

Auch wir bei RYMHART sind darauf angewiesen, dass uns die Spinnereien, mit denen wir einen langjährigen und vertrauensvollen Kontakt pflegen, korrekte Informationen zur Herkunft unserer Garne liefern. Wolle wird wie jeder Rohstoff auf dem Weltmarkt an Börsen gehandelt und durchläuft Verarbeitungsprozesse, bis sie schließlich in Europa gefärbt und gesponnen wird.

Wir beobachten aber, wie der Markt sich verändert, weil die Nachfrage von Verbraucherseite nach möglichst unbehandelten und schadstofffreien Textilien steigt.

Es werden neue Reinigungsverfahren für Rohwolle entwickelt, es wird zunehmend nach mulesingfreier Wolle gefragt und es entstehen auch neue Fasern auf Pflanzenbasis, die hoffentlich weniger Wasser verbrauchen als es zum Beispiel bei Baumwolle der Fall ist.

Butter bei die Fische: Eine Tendenz zum bewussteren Konsum tut uns allen gut, jedem ein bisschen, und Schritt für Schritt immer mehr. Kurz innehalten, bevor das Schnäppchen in die Tüte wandert, sich über den Einzelhandel und die Bedeutung vermeintlicher Ökosiegel informieren, das Verkaufspersonal befragen oder im Secondhand-Shop stöbern - all das sind Gewohnheiten, die auf Dauer einen Wandel bewirken können.


Unsere Empfehlung zum Weiterlesen und -sehen: Die ZDF-Doku Vergiftete Flüsse und ein übersichtlich gestaltetes PDF zu den Fakten der globalen Textilproduktion der Initiative Saubere Kleidung.



Bild: Toa55 / istock


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